Posts Tagged ‘Dschungel’

Ciudad Perdida II: Die verloren gegangenen Touristen


Noch in der Dunkelheit gingen die Lichter im Camp an und wir mussten enttäuscht feststellen, dass durch die hohe Luftfeuchtigkeit im Dschungel einfach gar nichts trocknet. So verschwand der Bikini genauso pitschnass im Rucksack, wie ich ihn den Abend zuvor aufgehangen hatte. Zudem schlüpfte ich erneut in die nassgeschwitze Wanderhose vom Vortag (wir hatten nur die nötigsten Wechselklamotten dabei, um möglichst leichtes Gepäck beim Wandern zu haben). Nach einer halben Stunde wandern war aber auch diese wieder trocken. Heute ging es so richtig in den Dschungel. Der Weg war stets überdacht durch ein dickes Blätterwerk. Die verschiedensten Bäume erhoben sich über uns in Richtung Himmel und in der Ferne zogen Nebelschwaden durch die Gipfel des Dschungels.

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Ciudad Perdida I: Ab in den Dschungel

Ciudad Perdida – die verlorene Stadt mitten im Dschungel der Sierra Nevada de Santa Marta führte bei ihrer Entdeckung in den 70ern zu einem unerbitterlichen Glodgräberkrieg, bei dem nicht wenige Goldgräber ihr Leben ließen. Heute pilgern hauptsächlich Touristen zu der präkolumbianischen Stätte des indigenen Volkes Tairona, welche in Zeiten der Kolonisation von den Spaniern ausgerottet und ihre zentrale Siedlung vergessen und vom Dschungel überwuchert wurde. Den Blick auf die Ciudad Perdida muss man sich aber redlich verdienen. Sie ist nur über einen mehr als 40km langen Fußmarsch (hin und zurück) mitten durch den Dschungel zu erreichen, je nach Kondition in 4 bis 6 Tagen. Wir buchten die 4-Tagestour (individuell darf man nicht wandern) und fuhren mit unseren 8 weiteren Mitstreitern (3 deutsche Mädels aus Regensburg, 2 ältere und ein junges Kanadisches Pärchen und einem alleinreisenden Amerikaner), unserem Guide, Übersetzer und Koch zum Eingang des Nationalparks El Mamey. Noch schnell bei der Mama unseres Guides zu Mittag gegessen und los ging das Dschungelabenteuer (wobei unser Essen schneller war als wir. Dieses wurde auf Mulis oder Pferden wie auf diesem Foto zum ersten Nachtcamp transportiert).

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