Frieren am höchsten Strand der Welt

Ein Strand in 3.015m Höhe? In Kolumbien kein Problem. Am riesigen Lago de Tota, einem heiligen See für die dort lebende indigene Bevölkerung, erstreckt sich auf der Südseite der Playa Blanca, ein Strand mit feinstem weißem Sand.

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Wandern in der wundersamen Welt des Paramo de Oceta

Heute stand eine ganz besondere Wanderung zu dem Paramo de Oceta an. Dies ist eine ganz besondere Landschaft, wie sie nur in sehr wenigen Ländern der Welt vorkommt. Sie ist in Höhen zwischen 3000 und 4000 Höhenmetern zu finden und zeichnet sich durch Pflanzen aus, die Wasser aus der Luft aufnehmen und damit wieder der Natur zugänglich machen.

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Sturzbäche im Fussballdorf Mongui

Irgendwie haben wir ganz schön Pech mit dem Wetter. Am Vormittag nahmen wir bei schönstem Sonnenschein den Bus nach Mongui, was mit Umsteigen in Tunja und Sogamoso verbunden war. Alles kein Problem. Fahren die Busse hier doch sehr regelmäßig und einem wird stets geholfen, wenn man ein wenig desorientiert am Busbahnhof steht. Das größere Problem war eher die Sonne, die sich natürlich genau bis zu unserer Ankunft im ebenfalls sehr schönen Kolonialdorf Mongui verzogen hatte. Die Spanier gründeten dieses Dorf, da sie in einem nahegelegen Berg eine goldene Stadt, das sogenannte El Dorado, zu entdecken können glaubten.

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Raus aufs Land – Villa de Leyva

Nach zwei Tagen Bogota verabschiedete sich die Stadt mit einem Stau, der dem Bus (und damit auch uns) 1,5h Fahrzeit kostete. Angeblich Standard in der Stadt. Nach 4 Stunden Fahrzeit erreichten wir dann das kleine Kolonialdörfchen Villa de Leyva. An den Wochenenden hoch frequentiert von den Bogoteros, liegt es an einem Montag wie in einem Dornrösschenschlaf. Nur die viele leeren Restaurants und die zahlreichen Souvenirshops lassen erahnen, wie unerträglich es am Wochenende in diesem Dorf sein muss.

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Radelnd durch Bogota

Eine südamerikanische Großstadt mit 10 Mio Einwohnern soll fahrradfreundlich sein? Kaum zu glauben, aber Bogota wird dieser Aussage mit seinen 350 km Radweg, die teilweise schon wie Fahrradautobahnen anmuten, tatsächlich gerecht. Und Sonntagvormittags gibt es das reinste Fahrradparadies. Mehrere hundert km Autostraße werden zusätzlich exklusiv für den Radverkehr gesperrt. Um das alles mal auszutesten, schlossen wir uns der BogotaBikeTour an. 4-5 Stunden zu mehr und auch zu weniger typischen Sehenswürdigkeiten. Das Anfangsprogramm war Standard. Plaza de Bolivar (für alle Narcos-Gucker, hier steht der Justizpalast, den die M19-Kämpfer gestürmt haben), Carrera 7, Parque Nationale, die Stierkampfarena (vor der es vor ein paar Wochen erst einen Anschlag gab, während tausende Bogoteros gegen die Wiederaufnahme der Stierkämpfe nach einem fast 5-jährigen Verbot protestierten) und das Ausgehviertel Chapinero mit seinen schönen englisch anmutenden Klinkerbauten.

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Bei Regen durchs bunt/goldene Bogota

nach 16 Stunden Flug und Umsteigen in Amsterdam landeten wir gestern Abend in Bogota, Kolumbiens Hauptstadt, die einem wahlweise wegen seiner größe (ca. 10 Mio Einwohner) oder wegen seiner Höhenlage (mehr als 2.600m) auf den ersten Blick den Atem rauben kann. Wir wollten erstmal lieber ausschlafen und entspannt den heutigen Sonntag beginnen. Nichts leichter als das. Eine Großstadt kann Sonntags erstaunlich ruhig sein und Bogota ist ein Meister darin. Selbst Cafes öffnen nicht vor Mittag und die Suche nach einer Flasche Wasser kostete Judith ca. eine Stunde im touristischen La Candelaria (der Altstadt Bogotas). Gefühlt überall schläft die Stadt am Sonntag, ausgenommen auf der Carrera 7 (die Straßen sind hier durchnummeriert. Von Ost nach West verlaufen die Calles, von Nord nach Süd die Carreras). Auf dieser Straße sammeln sich an diesem Tag alle Bogoteros, die einfach nur schlendern oder schauen wollten. Und zu schauen gibt es einiges. Tanzende alte Männer mit einer Stoffschlange um den Körper, Protestsspruchbänder, allerlei bunte Verkaufsstände die von Luftballons, Eis und Süßigkeiten nur so überquellen. Geht man die Carrera 7 so weit hoch bis zum Plaza Bolivar wird das Treiben noch perfekt, indem sich tausende von Tauben darunter mischen.

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Von Lhasa nach Gyantse

Hotelzimmerblick auf den Potala Palace

In der Nacht schneite es überraschend in Lhasa, obwohl es tagsüber sonnig und mit 10-15 Grad reichlich warm war. Wie mit einer Puderzuckerschicht überzogen präsentieren sich die umliegenden Berge. Susi und ich hatte das Glück, direkt aus unserem Hotelzimmerfenster auf den Potala Palace blicken zu können, sodass ich gleich zwei Schönheiten mit einmal festhalten konnte.

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Debattierende und auf Handys starrende Mönche

Tausende Gebetsfahnen umgeben das Drak Yerpa in der Nähe von Lhasa

Am nächsten Morgen ging es Susi zum Glück besser und Kathleen und ich versorgten sie mit Frühstück am Bett. Noch ohne unser krankes Huhn fuhr unsere kleine Gruppe am Vormittag zum Drak Yerpa Herimitage. Das sind Buddhistische Höhlen, in denen schon große Gurus meditiert haben. Als wir an dem von Lhasa 16km entfernten Berg ankamen, beeindruckten uns wohl am meisten die tausenden Gebetsfahnen, die über den gesamten Berg gespannt waren. Wer hat die da alle angebracht? Unter diesem Farbenmeer gingen in unseren Augen fast die Gebäude des Drak Yerpa unter.

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Lhasa dann doch etwas Tibetisch

Der Jokhang Tempel in Lhasa

Obwohl Lhasa auf 3.650m Höhe liegt und die Ankunft mit dem Flieger alles andere als einfach ist für den Körper (da er keine Zeit hat, sich nach und nach an die Höhe zu gewöhnen), konnte ich in der ersten Nacht ganz gut schlafen. Scheinbar hatte sich mein Höhentraining in den Bergen Nepals ausgezahlt ;-)
Nach dem Frühstück wurden unsere Gruppen eingeteilt. Neben Kathleen waren noch zwei Inderinnen, ein Indonesier und eine Ungarin in meiner Gruppe. Letztere war aber noch nicht gelandet, weil ihr Flieger einen Tag zuvor wegen eines Sandsturms in Lhasa (wo war der?) umgeleitet werden musste. Mit ihr teilte ich mir in den folgenden Tagen auch ein Zimmer, da dies wesentlich günstiger war.
Erstmal ohne sie fuhren wir zum Johkang Tempel, dem heiligsten Tempel der Buddhisten in Tibet (siehe Foto). Dieser wurde von König Songtsen Gampo gebaut, der auch im 7. Jahrhundert den Buddhismus nach Tibet brachte.

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Ankommen in Lhasa – mit einem bitteren Beigeschmack

Der wolkenverhangene Himalaya

die letzten 3 Tage habe ich mit dem Schreiben von Blogartikeln, Essen gehen (die Nepalis können wirklich gut kochen!) und meinen Vorbereitungen für die kommende Woche in Tibet verbracht. Darunter fiel auch die Visaorganisation. Ich sag nur eins: Die Chinesen haben einen Schuss. Prinzipiell darf man in Tibet nur einreisen, wenn man eine Gruppentour bucht. Dies hatte ich gezwungenermaßen schon getan (die klassische Überlandtour von Lhasa nach Kathmandu über den Friendshiphighway). Will man dann noch von Nepal aus einreisen, muss man ein Gruppenvisum beantragen, egal ob jemand aus deiner Gruppe ebenfalls von Nepal aus einreist. Eine Einreise von China aus verlangt wieder ein ganz anderes Permit. Also hieß es, einen Visaagenten engagieren, 85 Dollar für das Visa und seinen Service zahlen und hoffen, dass alles klar geht. Auf einem läppischen A4-Blatt bekam ich dann gestern mein Visa ausgehändigt, was gefühlt jeder 12jährige bei Photoshop nachmachen könnte. Auf diesem (es war ja schließlich ein Gruppenvisum), stand noch eine gewisse Kathleen, Baujahr 1945 aus UK mit drauf (eine sehr, sehr rüstige ältere Dame, die genau weiß, was sie will). Wir bildeten eine Gruppe in der Gruppe. Denn mit diesem Visa konnten wir nur im Doppelpack ein- und ausreisen. Somit fuhren wir gemeinsam zum Flughafen in Kathmandu, wo man uns bereits bei der Gepäckabgabe verkündete, dass unser Flug nach Lhasa 2 Stunden Verspätung haben würde. Prinzipiell kein Problem, wenn die Anzeigetafel die angebliche Verspätung auch anzeigen bzw. es entsprechende Durchsagen geben würde. Somit hieß es im wilden Gewusel des Flughafens von Kathmandu regelmäßig Leute fragen, warten, nach den ankommenden Flugzeugen schauen etc. (hier schonmal ein Foto aus dem Flieger)

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