Archive for the ‘Trekking’ Category

Anstoßen auf den erfolgreichen Gosainkund Trek mit… Raksi

Die Kinder der Lodge beim Kricket spielen

Ein letztes Mal weckte mich der Wecker um 6.15 Uhr, ein letztes Mal die Wanderschuhe schnüren, um die letzte Etappe des Gosainkund Treks hinunter nach Timpu in Angriff zu nehmen. Zum „local breakfast“ bestehend aus Katroffelcurry mit Chapati beobachtete ich die Lodgekinder samt Nachbarskinder beim Kricket spielen. Bereits gestern hatten Benjamin und ich die Dorfjugend dabei beobachtet und selbt jetzt erschlossen sich mir die Spielregeln nur in bedingtem Maße. Zumindest braucht es für die Kinder nicht viel zu diesem Spiel. Ein kleiner Ball genügt, den Schläger und die übrigen benötigten Holzscheite suchten sie sich scheinbar im herumliegenden Feuerholz zusammen.

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Durch Rhododendronwälder hinunter nach Melanchigaon

Tausende Treppenstufen führen von Thadapati hinunter nach Melanchigoan

1.000 Meter Abstieg standen uns heute bevor, wobei ich vorsorglich meine Knien mit einem Stützverband versah (damit sie nicht wieder anschwellen konnten). Was auch ganz gut war, ging es doch fast ausschließlich über Stufen wie diesen hinab. Gleichzeitig war der Gedanke, dass wir ab sofort nur noch bergab gehen würden, ganz erfreulich. Mit jedem Höhenmeter, den es weiter nach unten ging, wurde es wärmer und der Schnee verschwand gänzlich.

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Ein entspannter Tag in Thadapati

Buddhistische Chörten sind auf den Wanderwegen überall zu finden

Da wir am gestrigen Tag bereits die Hälfte der für heute geplanten Strecke zurücklegten, ließen wir es am Morgen mal ruhig angehen. Wir schlüpften erst aus unseren Schlafsäcken, als die lautstarken Franzosen aufgestanden, gefrühstückt, gepackt und endlich losgezogen waren. Gegen halb 9 frühstückten wir und zogen dann in Ruhe in Richtung Thadepati los, was nur drei Stunden entfernt lag (die Anzeichen der Höhenkrankheit hatten sich seit gestern bei mir komplett verzogen und ich war wieder voller Energie). Leider war das Wetter heute erneut recht diesig und an den Schattenseiten der Berge trafen wir immer noch auf große Schneeflächen. Wie an jedem Tag, durften auch heute die buddhistischen Chörten nicht fehlen.

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Laurebina-Pass wir kommen!

der meterhohe Schnee spiegelt sich in der Sonnea

Heute morgen klingelte der Wecker noch viel früher als sonst, schließlich stand der Laurebinapass mit seinen unglaublichen 4.600m auf dem Programm. Zum Glück hatte ich prima geschlafen (im Gegensatz zu Benjamin, der immer noch mit der Höhenkrankheit zu kämpfen hatte). Gegen halb 7, die Sonne war noch nichtmal über die Berge geklettert, stapften wir los, entlang des schmalen, verschneiten Pfades. Dass der Pass zu dieser Jahreszeit noch dermaßen verschneit ist, ist eher ungewöhnlich. Laut Ramu soll sich hier die Klimaerwärmung aber auch immer mehr austoben. Es erschwerte zwar das Weiterkommen ein wenig, aber in Kombination mit dem blauen Himmel und der strahlenden Sonne, die immer höher kletterte, eröffnete sich vor uns eine unglaubliche Schneelandschaft.

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Überall Schnee, die böse Höhenkrankheit und der erste Red Bull meines Lebens

Schneebedeckte Berge und tiefblauer Himmel am Morgen in Cholangpati

Blauer Himmel, schneebedeckte Berge und eine riesige Schüssel Müsli-Porridge mit Apfel, der Morgen kündigte sich noch ganz gut an. Meine Kopfschmerzen waren verschwunden und Benjamin und ich waren guter Dinge, dass wir die heutigen 800 Höhenmeter bis zu den heiligen Seen von Gosainkund (auf ca. 4.300m) trotz Schnee problemlos überstehen würden. Zumal die Passüberquerung einen Tag später als der anstrengenste Tag der ganzen Trekkingroute angekündigt wurde. Für mich hingegen sollte dieser Tag der einprägsamste bleiben.

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Unglaubliche 1.300 Höhenmeter und leckerer Yakkäse

ein typisches "Schaufenster" in den Bergen

Nach dem Sturm in der Nacht, schien am Morgen wieder die Sonne, als wäre nichts gewesen. Diese Wetterabfolge gab es quasi jeden Tag. Bis Mittag ist bestes Wetter, wie der Nachmittag wird ist fraglich. Daher machte es durchaus Sinn, jeden Tag möglichst früh aufzubrechen (was auch kein Problem ist, wenn man abends schon zwischen 8 und 9 ins Bett geht ;-) ). Am heutigen Tag sollte sich unsere kleine Gruppe teilen. Bruno und Ilse hatten sich entschieden, den Gosainkund Trek aufgrund der starken Höhe und der Angst vor der Höhenkrankheit nicht mitzugehen und wollten lieber im Tal kleinere Tagestouren unternehmen. Sie stiegen an diesem Tag gemeinsam mit unserem Träger Sagar nach Syabru Beshi ab. So verblieben nun nur noch Benjamin und ich, sowie unser Guide Ramu und unser Träger Schirin.
Beim Start unserer Tagestour sah ich auch ein letztes Mal für viele Tage eine Art Schaufenster mit den üblichen Produkten, die es in den Bergen zu kaufen gibt (Wasser, Erfrischungsgetränke, Kekse, Chips und Toilettenpapier). Von nun an sollten sich die Preise für diese Dinge mit jedem Höhenmeter stetig erhöhen. So kostete eine Flasche Wasser auf 1.600m noch umgerechnet 50 Cent, ein paar Tage später auf 4.100m bereits 3,- Euro. Schließlich müssen all diese Dinge nach oben getragen werden, was die Preise in die Höhe schießen lässt.

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Auf zu höheren Höhen – Beginn des Gosainkund Treks

Marsch durch das alte Syabru Beshi

Mit der gestrigen Station hatten wir den Tamang Heritage Trail abgeschlossen (wir haben ihn etwas abgekürzt, um noch ein wenig Zeit in Syabru Beshi zu haben, wo es zumindest mal sowas wie Obst, günstiges Wasser und allerlei andere praktische Dinge für einen Trek zu kaufen gab). Noch am Abend schwollen meine Knien vom Abstieg so an, dass ich kaum noch Treppen hinauf- und hinabsteigen konnte. Zum Glück erholten sich diese über Nacht, und ich weckte in der Früh (wie von ganz automatisch gegen 6 Uhr) mit genesenen Knien, dafür aber mit meinem ersten bösen Muskelkater auf. Es hatte meine Oberschenkel erwischt. Es half nix. Denn heute stand die erste Station des Gosainkund Treks auf dem Pogramm. Dafür durchquerten wir den alten Ortsteil von Syabru Beshi (der wesentlich schöner anzusehen ist) und bemerkten ziemlich schnell, dass dieser Trek wohl höher frequentiert ist. Auf dem Heritage Trail haben wir in den letzten 4 Tagen insgesamt wohl nur 20-30 Touristen gesehen. Diese begegneten uns auf dem Weg nach Tulo Syabru bereits am ersten Tag (wie man auf dem Foto auch unschwer erkennen kann).

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Der Abstieg nach Syabru Beshi

Eine kleine Blume zwischen den tauüberzogenen Wiesen

Die Nacht war kalt, richtig kalt. So kalt, dass ich beim Aufwachen meinen Atem sehen konnte. Was aber auch nicht verwunderlich war. Bestand unsere Lodge doch nur aus dünnen Holzwänden. Da Ilse und ich auch noch ein Zimmer mit 3 Außenwänden hatten (und ganz vielen Fenstern für einen super Blick), war die Innentemperatur vermutlich gleich der Außentemperatur. Ungern „schälten“ wir uns noch vor dem Sonnenaufgang (das heißt, dass die Sonne über die Berge scheint) aus unseren Schlafsäcken. Mit ganz vielen Schichten an Klamotten versehen, machte ich einen kleinen Spaziergang auf den reifbedeckten Wiesen. Auch kleine Blümchen waren zwischendrin zu finden. Langsam kämpfte sich die Sonne durch, der Reif begann zu schmelzen und wir wurden so schön gewärmt, sodass wir gleich wieder draussen frühstücken konnten.

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Stufe um Stufe hinauf nach Nagthali

Die heißen Quellen von Tatopani

Bevor wir gegen halb 8 unseren Weg fortsetzten, schaute wir nochmal kurz an den heißen Quellen vorbei, über welchen zahlreiche Gebetsfahnen trohnten. Auch wenn das Wasser nach einer ziemlich dreckigen Brühe aussieht, schwören die Nepalis auf die heilende Wirkung dieses Wassers. Viele kommen einmal im Jahr extra aus Kathmandu hierher, um ein ausgiebiges Bad zu nehmen. Aber auch die Einheimischen sind hier sehr zahlreich zu finden. Kein Wunder. Wo sonst bekommt man in den Bergen ein kostenloses, heißes Bad (na gut, die gelbe Haut nach dem Bad sieht vielleicht nicht ganz ansprechend aus ;-) )? Unsere Lodge dachte sich wohl daher auch gleich: Wer von den Gästen braucht schon noch Wasser zum Waschen? Für die Morgentoilette musste ich ziemlich lang nach ein paar Tropfen Wasser suchen. Nachdem wir den gestrigen Abend schon ca. zwei Stunden auf unser Essen warten mussten, war diese Lodge im Bereich Service eindeutig durchgefallen.

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Vom Kulturerbedorf Gatlang zu den heißen Quellen von Tatopani

Die Sonne geht langsam hinter den Bergen auf

Die erste Nacht in einem Dorf komplett ohne Auto. Was für eine Wohltat. Gegen 6 schlüpften wir aus unseren Schlafsäcken noch in die Kälte des Tages. Der Morgennebel lag im Tal, die ersten Feuer wurden im Dorf entfacht und die Sonne kämpfte sich nach und nach über die Berge. Sobald sie es geschafft hatte, wurde es wärmer und wärmer und wir frühstückten Porridge und Müsli im Sonnenschein.

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