Archive for the ‘Semester Nizza’ Category

Mittagspause beim Filmfestival in Cannes

Seit über einer Woche läuft bereits das 64. Filmfestival in Cannes. Heute war ich da und musste im Rahmen eines journalistischen Kurses eine Reportage drüber schreiben. Mein Eindruck vom Festival: Anfangs ganz interessant, bald die Ernüchterung, dass man ohne VIP-Bändchen immer nur über die Absperrung schauen darf, letztlich irgendwie nervig, weil zu viele Leute unterwegs sind, die ein übersteigertes Selbstbewusstsein an den Tag legen. Fazit: Einmal reicht.

 

Die hängenden Schuhe der Côte d’Azur

Wer wohl dort seine Schuhe verloren hat? Zumindest wird der Besitzer Schwierigkeiten haben, sie sich wieder zurückzuholen. Naja, bei dem guten Wetter hier an der Côte d'Azur (ich habe schon richtiges Sommerurlaubsfeeling) werden sie zumindest nicht nass;-)

 

Die enttäuschende „Notre Dame“

Auch Nizza hat eine Kirche mit dem weltbekannten Namen Notre Dame. Jedoch enttäuscht diese Kirche, direkt an der Einkaufsstraße Jean Médecin gelegen, sehr. Die Architektur scheint einfach nur nachgebaut, wodurch das Gebäude ohne eigenes Flair zwischen all den Konsumtempeln steht. Die Kirchenväter setzen aber noch eins drauf: Am Abend sind die Fenster- und Türnieschen bunt angeleuchtet. Herrlicher Kitsch!

 

Sonntagsfoto Nizza Nr. XI

Heute gibt es nicht so viel zum Sonntagsfoto zu sagen. Dieses Fenster habe ich irgendwo in Nizza entdeckt und aufgrund seines Prunks und seiner Schönheit ist das Gebäude wohl auch nicht so unbedeutend. Ich war mal wieder begeistert von den blauen Fensterläden (irgendwie gibt es die hier recht oft). Am liebsten würde ich die ja mit nach Deutschland exportieren;-)

 

Ein Wachhund für den edlen Tropfen

Die Franzosen und ihr Wein - das ist wahrlich eine Geschichte für sich. Sie packen ihre "heiligen" Flaschen manchmal sogar so gut ein, dass man sich fragt, ob man überhaupt noch an den Wein herankommen kann. In diesem Schaufenster hier passt ein Wachhund in seinem Inneren auf eine Flasche Bordeaux auf. Das kleine Kätzchen in seiner Linken hat es auf jeden Fall schonmal nicht geschafft, den guten Tropfen anzurühren;-)

 

Palmen auf dem Busbahnhof

Der Busbahnhof (Gare Routiere) von Nizza ist eine seltsame Gestalt. Wochenlang habe ich diesen gar nicht als einen solchen wahrgenommen, weil seine Architektur mehr als ungewöhnlich (dennoch leider nicht schön) ist. Ebenerdig können die Busse in das "Gebäude" einfahren und für mich unergründliche Zwecke gibt es zudem eine zweite Etage, die mit reichlich Palmen und anderen Pflanzen begrünt ist. Leider kann das Grün nicht über die häßliche 70er Jahre Architektur hinwegtäuschen. Das sieht die Stadt Nizza wohl genauso, denn der Busbahnhof ist bereits seit mehreren Monaten geschlossen, weil er abgerissen werden soll. Wann hier aber endlich mal die Abrissbirne anrollt, ist fraglich.

 

Hackfleischbällchen vom Grill

Sobald in Deutschland die Sonne scheint, wird der Grill auf die Terasse gehieft oder der nächstgelegene Park mit Grillduft verzaubert. Leider ist Frankreich keine Grillnation, Nizza dafür aber ein Ort mit sehr viel Sonne. Hmm, was tun? Schritt 1: Einweggrills importieren (diese Aufgabe hat glücklicherweise Sonja bei ihrem Osterbesuch in Deutschland übernommen). Schritt 2: Grillgut kaufen und samt Mitbewohner zum Strand pilgern. Schritt 3: Sich ein unauffälliges Plätzchen suchen und das "Jegliches Feuer am Strand ist untersagt"-Schild erfolgreich ignorieren. Dies macht: Einen lustigen Grillabend am Strand von Nizza mit eckigen Hackfleischbällchen unseres Mitbewohners (den Blick bitte auf die dunkelbraunen "Dinger" links unten im Bild richten), viel Cidre und tausenden neugierigen Blicken von vorbeilaufenden Passanten.

 

Die hängenden Blumentöpfe von Nizza

Für nette und überraschende Skurilitäten ist mit Abstand die Altstadt verantwortlich. Dort habe ich auch das heutige Motiv mit den hängenden Blumentöpfen gefunden. So versuchen die Altstädter eine Klimaanlage an der Wand zu verstecken oder auch nur ihre Altstadt etwas grüner zu machen. Aber genau solche Dinge kleinen Dinge machen die verschlungenen Gässchen auch so sympatisch:-)

 

Cocktails et Glaces

So vorteilhaft habe ich Cocktails und Eis (auf franz. Glaces) kaum beworben gesehen, wie auf diesem Foto hier. Wenn einem da nicht gleich das Wasser im Munde zusammen läuft;-) Hinsichtlich Cocktails habe ich hier aber eine erstaunliche Entdeckung gemacht. In einer Bar in der Nähe der Promenade kostet ein Mineralwasser 3,50 Euro, ein Saft 4 Euro. Preise, bei denen die Tränen in die Augen schießen können. Komischerweise kostet der billigste Cocktail aber auch 4 Euro. Hää, Moment. Da ist Alkohol drin und Saft, zudem ist das Glas noch recht groß. Irgenwie verwirrend, diese Preisgestaltung von den Südfranzosen.

 

Ich genieß dann mal die „Sea Side“

Und heute gleich nochmal ein Foto von der "Sea Side", also der Meeresseite von Nizza. Genauso blau wie dieses Schild ist des öfteren das Wasser an der Baie des Anges (die Bucht der Engel), wie die ausgedehnte Bucht vor Nizza auch genannt wird. Nur das Gold auf diesem Schild findet kein Pendant am Strand. Denn statt goldenem Sand gibt es nur graue Steine. Diese liegen jedoch dort, um Sandstürme, wie kürzlich in Mecklenburg-Vorpommern auf der Autobahn passiert, zu vermeiden. Na wenn das so ist...