Archive for the ‘Nepal’ Category

Sightseeing in Kathmandu

Opfergaben fressende Affen im Affentempel

Gemäß der Gruppentour stand heute noch ein Tag zuf freien Verfügung in Kathmandu auf dem Programm. Benjamin und ich hatten uns bereits zu einer kleinen Sighseeingtour verabredet. Als wir beim gestrigen Abendessen noch mitbekamen, dass Ramu vor der Heimreise nach Pokhara mit Schirin (der in Kathmandu wohnt) ebenfalls eine kleine Tour plante, schlossen wir uns alle vier zusammen. Gemeinsam mit Ramu frühstückten wir in unserem Hotel und nahmen daraufhin den nächsten Bus zum Swayambhunath, dem sogenannten Affentempel. Kein Wunder, begrüßten uns diese doch direkt am Eingang.

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Ende der Ruhe und frischen Luft

Heute war ein fotofreier Tag von meiner Seite. Wir standen bereits um 5 Uhr auf, um rechtzeitig den lokalen Bus nach Melamchi nehmen zu können. Beim Einsteigen war dieser noch komplett leer, aber von einer Häusersiedlung zur nächsten füllte er sich immer mehr, sodass irgendwann der ganze Gang mit stehenden Menschen belegt war. Nicht so einfach bei diesen Strassenverhältnissen. Sind die Bergstrassen in Nepal meist nichtmal geteert und weisen imense Löcher auf. So rumpelten und holperten wir ca. 1 1/2 Stunden in Richtung Süden, bis wir das erstaunlich große Melamchi erreichten. Dort warteten wir 3 Stunden auf den Fahrer, der uns mit einem Auto abholen sollte. Ich las in der Zwischenzeit „Die verlorenen Kinder von Kathmandu“ von Connor Gennan, was trotz des heiklen Themas (verschleppte „Waisenkinder“ in Nepal) sehr unterhaltsam war und mir die Wartezeit verkürzte. Endlich fuhr ein klappriger Toyota vor und ich dachte mir bei dem Anblick schon: Wie will dieser die großen Löcher in den Strassen unbeschadet überwinden. Meine Bedenken sollten sich bestätigen. Auf der dreistündigen Fahrt nach Kathmandu setzen wir des öfteren ordentlich auf und ich hoffte nur, dass vom Unterboden des Autos nichts kaputt gehen würde. Irgendwie überstanden das Auto und auch wir die Fahrt und erreichten am Nachmittag das laute, chaotische und staubige Kathmandu (genau diese Eigenschaften der Stadt hatte ich nicht vermisst ;-) ).
Ilse und Bruno warteten schon auf unsere Berichte über den Gosainkund Trek, mit denen wir sie am Abend auch versorgten. An diesem ging unsere ganze Gruppe (abgesehen von Sagar, der leider keine Zeit hatte), nochmal richtig schön in meinem mittlerweile Lieblingsrestaurants „The Black Olives“ des Touristenviertels Thamels essen.

Anstoßen auf den erfolgreichen Gosainkund Trek mit… Raksi

Die Kinder der Lodge beim Kricket spielen

Ein letztes Mal weckte mich der Wecker um 6.15 Uhr, ein letztes Mal die Wanderschuhe schnüren, um die letzte Etappe des Gosainkund Treks hinunter nach Timpu in Angriff zu nehmen. Zum „local breakfast“ bestehend aus Katroffelcurry mit Chapati beobachtete ich die Lodgekinder samt Nachbarskinder beim Kricket spielen. Bereits gestern hatten Benjamin und ich die Dorfjugend dabei beobachtet und selbt jetzt erschlossen sich mir die Spielregeln nur in bedingtem Maße. Zumindest braucht es für die Kinder nicht viel zu diesem Spiel. Ein kleiner Ball genügt, den Schläger und die übrigen benötigten Holzscheite suchten sie sich scheinbar im herumliegenden Feuerholz zusammen.

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Durch Rhododendronwälder hinunter nach Melanchigaon

Tausende Treppenstufen führen von Thadapati hinunter nach Melanchigoan

1.000 Meter Abstieg standen uns heute bevor, wobei ich vorsorglich meine Knien mit einem Stützverband versah (damit sie nicht wieder anschwellen konnten). Was auch ganz gut war, ging es doch fast ausschließlich über Stufen wie diesen hinab. Gleichzeitig war der Gedanke, dass wir ab sofort nur noch bergab gehen würden, ganz erfreulich. Mit jedem Höhenmeter, den es weiter nach unten ging, wurde es wärmer und der Schnee verschwand gänzlich.

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Ein entspannter Tag in Thadapati

Buddhistische Chörten sind auf den Wanderwegen überall zu finden

Da wir am gestrigen Tag bereits die Hälfte der für heute geplanten Strecke zurücklegten, ließen wir es am Morgen mal ruhig angehen. Wir schlüpften erst aus unseren Schlafsäcken, als die lautstarken Franzosen aufgestanden, gefrühstückt, gepackt und endlich losgezogen waren. Gegen halb 9 frühstückten wir und zogen dann in Ruhe in Richtung Thadepati los, was nur drei Stunden entfernt lag (die Anzeichen der Höhenkrankheit hatten sich seit gestern bei mir komplett verzogen und ich war wieder voller Energie). Leider war das Wetter heute erneut recht diesig und an den Schattenseiten der Berge trafen wir immer noch auf große Schneeflächen. Wie an jedem Tag, durften auch heute die buddhistischen Chörten nicht fehlen.

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Laurebina-Pass wir kommen!

der meterhohe Schnee spiegelt sich in der Sonnea

Heute morgen klingelte der Wecker noch viel früher als sonst, schließlich stand der Laurebinapass mit seinen unglaublichen 4.600m auf dem Programm. Zum Glück hatte ich prima geschlafen (im Gegensatz zu Benjamin, der immer noch mit der Höhenkrankheit zu kämpfen hatte). Gegen halb 7, die Sonne war noch nichtmal über die Berge geklettert, stapften wir los, entlang des schmalen, verschneiten Pfades. Dass der Pass zu dieser Jahreszeit noch dermaßen verschneit ist, ist eher ungewöhnlich. Laut Ramu soll sich hier die Klimaerwärmung aber auch immer mehr austoben. Es erschwerte zwar das Weiterkommen ein wenig, aber in Kombination mit dem blauen Himmel und der strahlenden Sonne, die immer höher kletterte, eröffnete sich vor uns eine unglaubliche Schneelandschaft.

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Überall Schnee, die böse Höhenkrankheit und der erste Red Bull meines Lebens

Schneebedeckte Berge und tiefblauer Himmel am Morgen in Cholangpati

Blauer Himmel, schneebedeckte Berge und eine riesige Schüssel Müsli-Porridge mit Apfel, der Morgen kündigte sich noch ganz gut an. Meine Kopfschmerzen waren verschwunden und Benjamin und ich waren guter Dinge, dass wir die heutigen 800 Höhenmeter bis zu den heiligen Seen von Gosainkund (auf ca. 4.300m) trotz Schnee problemlos überstehen würden. Zumal die Passüberquerung einen Tag später als der anstrengenste Tag der ganzen Trekkingroute angekündigt wurde. Für mich hingegen sollte dieser Tag der einprägsamste bleiben.

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Unglaubliche 1.300 Höhenmeter und leckerer Yakkäse

ein typisches "Schaufenster" in den Bergen

Nach dem Sturm in der Nacht, schien am Morgen wieder die Sonne, als wäre nichts gewesen. Diese Wetterabfolge gab es quasi jeden Tag. Bis Mittag ist bestes Wetter, wie der Nachmittag wird ist fraglich. Daher machte es durchaus Sinn, jeden Tag möglichst früh aufzubrechen (was auch kein Problem ist, wenn man abends schon zwischen 8 und 9 ins Bett geht ;-) ). Am heutigen Tag sollte sich unsere kleine Gruppe teilen. Bruno und Ilse hatten sich entschieden, den Gosainkund Trek aufgrund der starken Höhe und der Angst vor der Höhenkrankheit nicht mitzugehen und wollten lieber im Tal kleinere Tagestouren unternehmen. Sie stiegen an diesem Tag gemeinsam mit unserem Träger Sagar nach Syabru Beshi ab. So verblieben nun nur noch Benjamin und ich, sowie unser Guide Ramu und unser Träger Schirin.
Beim Start unserer Tagestour sah ich auch ein letztes Mal für viele Tage eine Art Schaufenster mit den üblichen Produkten, die es in den Bergen zu kaufen gibt (Wasser, Erfrischungsgetränke, Kekse, Chips und Toilettenpapier). Von nun an sollten sich die Preise für diese Dinge mit jedem Höhenmeter stetig erhöhen. So kostete eine Flasche Wasser auf 1.600m noch umgerechnet 50 Cent, ein paar Tage später auf 4.100m bereits 3,- Euro. Schließlich müssen all diese Dinge nach oben getragen werden, was die Preise in die Höhe schießen lässt.

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Auf zu höheren Höhen – Beginn des Gosainkund Treks

Marsch durch das alte Syabru Beshi

Mit der gestrigen Station hatten wir den Tamang Heritage Trail abgeschlossen (wir haben ihn etwas abgekürzt, um noch ein wenig Zeit in Syabru Beshi zu haben, wo es zumindest mal sowas wie Obst, günstiges Wasser und allerlei andere praktische Dinge für einen Trek zu kaufen gab). Noch am Abend schwollen meine Knien vom Abstieg so an, dass ich kaum noch Treppen hinauf- und hinabsteigen konnte. Zum Glück erholten sich diese über Nacht, und ich weckte in der Früh (wie von ganz automatisch gegen 6 Uhr) mit genesenen Knien, dafür aber mit meinem ersten bösen Muskelkater auf. Es hatte meine Oberschenkel erwischt. Es half nix. Denn heute stand die erste Station des Gosainkund Treks auf dem Pogramm. Dafür durchquerten wir den alten Ortsteil von Syabru Beshi (der wesentlich schöner anzusehen ist) und bemerkten ziemlich schnell, dass dieser Trek wohl höher frequentiert ist. Auf dem Heritage Trail haben wir in den letzten 4 Tagen insgesamt wohl nur 20-30 Touristen gesehen. Diese begegneten uns auf dem Weg nach Tulo Syabru bereits am ersten Tag (wie man auf dem Foto auch unschwer erkennen kann).

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Der Abstieg nach Syabru Beshi

Eine kleine Blume zwischen den tauüberzogenen Wiesen

Die Nacht war kalt, richtig kalt. So kalt, dass ich beim Aufwachen meinen Atem sehen konnte. Was aber auch nicht verwunderlich war. Bestand unsere Lodge doch nur aus dünnen Holzwänden. Da Ilse und ich auch noch ein Zimmer mit 3 Außenwänden hatten (und ganz vielen Fenstern für einen super Blick), war die Innentemperatur vermutlich gleich der Außentemperatur. Ungern „schälten“ wir uns noch vor dem Sonnenaufgang (das heißt, dass die Sonne über die Berge scheint) aus unseren Schlafsäcken. Mit ganz vielen Schichten an Klamotten versehen, machte ich einen kleinen Spaziergang auf den reifbedeckten Wiesen. Auch kleine Blümchen waren zwischendrin zu finden. Langsam kämpfte sich die Sonne durch, der Reif begann zu schmelzen und wir wurden so schön gewärmt, sodass wir gleich wieder draussen frühstücken konnten.

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