Archive for the ‘Nepal/Tibet 2015’ Category

Von Lhasa nach Gyantse

Hotelzimmerblick auf den Potala Palace

In der Nacht schneite es überraschend in Lhasa, obwohl es tagsüber sonnig und mit 10-15 Grad reichlich warm war. Wie mit einer Puderzuckerschicht überzogen präsentieren sich die umliegenden Berge. Susi und ich hatte das Glück, direkt aus unserem Hotelzimmerfenster auf den Potala Palace blicken zu können, sodass ich gleich zwei Schönheiten mit einmal festhalten konnte.

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Debattierende und auf Handys starrende Mönche

Tausende Gebetsfahnen umgeben das Drak Yerpa in der Nähe von Lhasa

Am nächsten Morgen ging es Susi zum Glück besser und Kathleen und ich versorgten sie mit Frühstück am Bett. Noch ohne unser krankes Huhn fuhr unsere kleine Gruppe am Vormittag zum Drak Yerpa Herimitage. Das sind Buddhistische Höhlen, in denen schon große Gurus meditiert haben. Als wir an dem von Lhasa 16km entfernten Berg ankamen, beeindruckten uns wohl am meisten die tausenden Gebetsfahnen, die über den gesamten Berg gespannt waren. Wer hat die da alle angebracht? Unter diesem Farbenmeer gingen in unseren Augen fast die Gebäude des Drak Yerpa unter.

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Lhasa dann doch etwas Tibetisch

Der Jokhang Tempel in Lhasa

Obwohl Lhasa auf 3.650m Höhe liegt und die Ankunft mit dem Flieger alles andere als einfach ist für den Körper (da er keine Zeit hat, sich nach und nach an die Höhe zu gewöhnen), konnte ich in der ersten Nacht ganz gut schlafen. Scheinbar hatte sich mein Höhentraining in den Bergen Nepals ausgezahlt ;-)
Nach dem Frühstück wurden unsere Gruppen eingeteilt. Neben Kathleen waren noch zwei Inderinnen, ein Indonesier und eine Ungarin in meiner Gruppe. Letztere war aber noch nicht gelandet, weil ihr Flieger einen Tag zuvor wegen eines Sandsturms in Lhasa (wo war der?) umgeleitet werden musste. Mit ihr teilte ich mir in den folgenden Tagen auch ein Zimmer, da dies wesentlich günstiger war.
Erstmal ohne sie fuhren wir zum Johkang Tempel, dem heiligsten Tempel der Buddhisten in Tibet (siehe Foto). Dieser wurde von König Songtsen Gampo gebaut, der auch im 7. Jahrhundert den Buddhismus nach Tibet brachte.

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Ankommen in Lhasa – mit einem bitteren Beigeschmack

Der wolkenverhangene Himalaya

die letzten 3 Tage habe ich mit dem Schreiben von Blogartikeln, Essen gehen (die Nepalis können wirklich gut kochen!) und meinen Vorbereitungen für die kommende Woche in Tibet verbracht. Darunter fiel auch die Visaorganisation. Ich sag nur eins: Die Chinesen haben einen Schuss. Prinzipiell darf man in Tibet nur einreisen, wenn man eine Gruppentour bucht. Dies hatte ich gezwungenermaßen schon getan (die klassische Überlandtour von Lhasa nach Kathmandu über den Friendshiphighway). Will man dann noch von Nepal aus einreisen, muss man ein Gruppenvisum beantragen, egal ob jemand aus deiner Gruppe ebenfalls von Nepal aus einreist. Eine Einreise von China aus verlangt wieder ein ganz anderes Permit. Also hieß es, einen Visaagenten engagieren, 85 Dollar für das Visa und seinen Service zahlen und hoffen, dass alles klar geht. Auf einem läppischen A4-Blatt bekam ich dann gestern mein Visa ausgehändigt, was gefühlt jeder 12jährige bei Photoshop nachmachen könnte. Auf diesem (es war ja schließlich ein Gruppenvisum), stand noch eine gewisse Kathleen, Baujahr 1945 aus UK mit drauf (eine sehr, sehr rüstige ältere Dame, die genau weiß, was sie will). Wir bildeten eine Gruppe in der Gruppe. Denn mit diesem Visa konnten wir nur im Doppelpack ein- und ausreisen. Somit fuhren wir gemeinsam zum Flughafen in Kathmandu, wo man uns bereits bei der Gepäckabgabe verkündete, dass unser Flug nach Lhasa 2 Stunden Verspätung haben würde. Prinzipiell kein Problem, wenn die Anzeigetafel die angebliche Verspätung auch anzeigen bzw. es entsprechende Durchsagen geben würde. Somit hieß es im wilden Gewusel des Flughafens von Kathmandu regelmäßig Leute fragen, warten, nach den ankommenden Flugzeugen schauen etc. (hier schonmal ein Foto aus dem Flieger)

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Sightseeing in Kathmandu

Opfergaben fressende Affen im Affentempel

Gemäß der Gruppentour stand heute noch ein Tag zuf freien Verfügung in Kathmandu auf dem Programm. Benjamin und ich hatten uns bereits zu einer kleinen Sighseeingtour verabredet. Als wir beim gestrigen Abendessen noch mitbekamen, dass Ramu vor der Heimreise nach Pokhara mit Schirin (der in Kathmandu wohnt) ebenfalls eine kleine Tour plante, schlossen wir uns alle vier zusammen. Gemeinsam mit Ramu frühstückten wir in unserem Hotel und nahmen daraufhin den nächsten Bus zum Swayambhunath, dem sogenannten Affentempel. Kein Wunder, begrüßten uns diese doch direkt am Eingang.

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Ende der Ruhe und frischen Luft

Heute war ein fotofreier Tag von meiner Seite. Wir standen bereits um 5 Uhr auf, um rechtzeitig den lokalen Bus nach Melamchi nehmen zu können. Beim Einsteigen war dieser noch komplett leer, aber von einer Häusersiedlung zur nächsten füllte er sich immer mehr, sodass irgendwann der ganze Gang mit stehenden Menschen belegt war. Nicht so einfach bei diesen Strassenverhältnissen. Sind die Bergstrassen in Nepal meist nichtmal geteert und weisen imense Löcher auf. So rumpelten und holperten wir ca. 1 1/2 Stunden in Richtung Süden, bis wir das erstaunlich große Melamchi erreichten. Dort warteten wir 3 Stunden auf den Fahrer, der uns mit einem Auto abholen sollte. Ich las in der Zwischenzeit „Die verlorenen Kinder von Kathmandu“ von Connor Gennan, was trotz des heiklen Themas (verschleppte „Waisenkinder“ in Nepal) sehr unterhaltsam war und mir die Wartezeit verkürzte. Endlich fuhr ein klappriger Toyota vor und ich dachte mir bei dem Anblick schon: Wie will dieser die großen Löcher in den Strassen unbeschadet überwinden. Meine Bedenken sollten sich bestätigen. Auf der dreistündigen Fahrt nach Kathmandu setzen wir des öfteren ordentlich auf und ich hoffte nur, dass vom Unterboden des Autos nichts kaputt gehen würde. Irgendwie überstanden das Auto und auch wir die Fahrt und erreichten am Nachmittag das laute, chaotische und staubige Kathmandu (genau diese Eigenschaften der Stadt hatte ich nicht vermisst ;-) ).
Ilse und Bruno warteten schon auf unsere Berichte über den Gosainkund Trek, mit denen wir sie am Abend auch versorgten. An diesem ging unsere ganze Gruppe (abgesehen von Sagar, der leider keine Zeit hatte), nochmal richtig schön in meinem mittlerweile Lieblingsrestaurants „The Black Olives“ des Touristenviertels Thamels essen.

Anstoßen auf den erfolgreichen Gosainkund Trek mit… Raksi

Die Kinder der Lodge beim Kricket spielen

Ein letztes Mal weckte mich der Wecker um 6.15 Uhr, ein letztes Mal die Wanderschuhe schnüren, um die letzte Etappe des Gosainkund Treks hinunter nach Timpu in Angriff zu nehmen. Zum „local breakfast“ bestehend aus Katroffelcurry mit Chapati beobachtete ich die Lodgekinder samt Nachbarskinder beim Kricket spielen. Bereits gestern hatten Benjamin und ich die Dorfjugend dabei beobachtet und selbt jetzt erschlossen sich mir die Spielregeln nur in bedingtem Maße. Zumindest braucht es für die Kinder nicht viel zu diesem Spiel. Ein kleiner Ball genügt, den Schläger und die übrigen benötigten Holzscheite suchten sie sich scheinbar im herumliegenden Feuerholz zusammen.

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Durch Rhododendronwälder hinunter nach Melanchigaon

Tausende Treppenstufen führen von Thadapati hinunter nach Melanchigoan

1.000 Meter Abstieg standen uns heute bevor, wobei ich vorsorglich meine Knien mit einem Stützverband versah (damit sie nicht wieder anschwellen konnten). Was auch ganz gut war, ging es doch fast ausschließlich über Stufen wie diesen hinab. Gleichzeitig war der Gedanke, dass wir ab sofort nur noch bergab gehen würden, ganz erfreulich. Mit jedem Höhenmeter, den es weiter nach unten ging, wurde es wärmer und der Schnee verschwand gänzlich.

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Ein entspannter Tag in Thadapati

Buddhistische Chörten sind auf den Wanderwegen überall zu finden

Da wir am gestrigen Tag bereits die Hälfte der für heute geplanten Strecke zurücklegten, ließen wir es am Morgen mal ruhig angehen. Wir schlüpften erst aus unseren Schlafsäcken, als die lautstarken Franzosen aufgestanden, gefrühstückt, gepackt und endlich losgezogen waren. Gegen halb 9 frühstückten wir und zogen dann in Ruhe in Richtung Thadepati los, was nur drei Stunden entfernt lag (die Anzeichen der Höhenkrankheit hatten sich seit gestern bei mir komplett verzogen und ich war wieder voller Energie). Leider war das Wetter heute erneut recht diesig und an den Schattenseiten der Berge trafen wir immer noch auf große Schneeflächen. Wie an jedem Tag, durften auch heute die buddhistischen Chörten nicht fehlen.

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Laurebina-Pass wir kommen!

der meterhohe Schnee spiegelt sich in der Sonnea

Heute morgen klingelte der Wecker noch viel früher als sonst, schließlich stand der Laurebinapass mit seinen unglaublichen 4.600m auf dem Programm. Zum Glück hatte ich prima geschlafen (im Gegensatz zu Benjamin, der immer noch mit der Höhenkrankheit zu kämpfen hatte). Gegen halb 7, die Sonne war noch nichtmal über die Berge geklettert, stapften wir los, entlang des schmalen, verschneiten Pfades. Dass der Pass zu dieser Jahreszeit noch dermaßen verschneit ist, ist eher ungewöhnlich. Laut Ramu soll sich hier die Klimaerwärmung aber auch immer mehr austoben. Es erschwerte zwar das Weiterkommen ein wenig, aber in Kombination mit dem blauen Himmel und der strahlenden Sonne, die immer höher kletterte, eröffnete sich vor uns eine unglaubliche Schneelandschaft.

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