Kolumbien – Ein kleines Fazit

Mein letzter Eintrag über Kolumbien soll ohne Foto auskommen. Judith und ich waren drei Wochen in diesem aufgrund seiner schwierigen Vergangenheit kritisch beäugten Reiseland. Kaum einer setzt es auf seine Wunschliste der zu bereisenden Länder, weil es immer noch als viel zu gefährlich eingeschätzt wird. Dass es gefährlicher ist als viele andere Länder dieser Erde will ich gar nicht anzweifeln, aber dennoch hat es bei uns beiden einen sehr starken, bleibenden Eindruck hinterlassen.

Kolumbien ist ein Land der Vielfalt. Nach Brasilien weißt es die größte Pflanzen- und Tiervielfalt weltweit aus (pro Quadratkilometer gerechnet ist Kolumbien sogar auf Platz 1). Diese sieht man, sobald man sich raus in die Natur begibt aus nächster Nähe. Wüste, Dschungel, Schneebedeckte Berge, riesige Seen und Flüssen, das Meer und natürlich die vielen kleineren und größeren Kolonialstädte dazwischen lassen für einen Reisenden kaum Wünsche offen. Was aber hier noch hinzukommt, sind die Menschen.

Ich habe auf Reisen kaum ein freundlicheres und hilfsbereiteres Volk kennengelernt als die Kolumbianer. Wir wurden nicht einmal über’s Ohr gehauen oder mussten Touristenaufschlag zahlen. Wenn wir orientierungslos am Busbahnhof rumstanden, dauerte es nur wenige Sekunden, bis uns mindestens ein Kolumbianer zur Hilfe eilte. Und nie habe ich öfter Einheimische sagen hören, dass sie froh sind, dass Touristen in ihr Land kommen, um sich dieses anzuschauen. Die Vergangenheit hat die Kolumbianer stark geprägt und alle, mit denen wir gesprochen haben sind froh, dass das Land in den letzten 5 Jahren so viel sicherer geworden ist.

Ich habe jede Minute in Kolumbien in vollen Zügen genossen und war erstaunt, wie sicher ich mich trotz aller Warnungen und der bewegten Vergangenheit (und teilweise noch Gegenwart) gefühlt habe. Und eins wissen Judith und ich sehr genau: Es wird nicht unser letzter Besuch in diesem beeindruckenden Land gewesen sein :-)

Tags:

Comments are closed.