Cartagena – Schlendern durch die Touristenhochburg

Nach der 4-tägigen Wandertour und dem Salsaabend, war uns nur noch nach Entspannung. Cartagena, das touristische Zentrum Kolumbiens, ist perfekt dafür. Die koloniale Altstadt mit ihren bunten Häuserfassaden, die nicht selten mit noch farbprächtigeren Blumenkästen versehen sind, lud uns zwei Tage lang zum Schlendern und Verweilen ein.

Wir nutzen das reichliche Streetfoodangebot, von Eis mit Arequipe-Geschmack (Arequipe ist eine Art Karamell, was es hier in jeglicher Form in den Süßigkeiten landet), zu Mango mit Salz und Essig bis hin zu einer in Bananenblätter eingewickelten Maismasse mit Hühnchen namens Tamales. Letztlich durften aber auch die im ganzen Land verbreiteten Arepas nicht fehlen. Diese Maisfladen werden klassisch mit Käse gefüllt, hier fanden wir aber sogar einen Stand mit variablen Zutaten. So landete letztlich in dem abgebildeten Arepa Käse, Mais, Salcica und obendrauf mal jede Sauce, die der Strassenverkäufer zu bieten hatte.

Mit Freuden fand ich in Cartagena auch endlich Postkarten (die komischerweise an keinem anderen Ort in Kolumbien verfügbar waren), deckte mich mit neuen Flipflops ein (meine alten hatte ich ja im Rio Buritaca versenkt) und auch sonst schlenderten wir durch allerlei interessante Läden und Straßenstände.

Trotz des Touristentrubels lassen sich die Einwohner von Cartagena aber keineswegs aus der Ruhe bringen. Die Stadt wirkt alles in allem erstaunlich entspannt und in einem der zahlreichen Cafés kann man herrlich die Zeit vergessen.

Bronzefigur „La Gordita“ von dem Kolumbianischen Künstler Fernando Botero

In Cartagena ist es im Vergleich zu Bogota auch kein Problem, Abendessen zu gehen. Wir aßen jedes Mal Fisch/Meeresfrüchte, wobei die Portionen hier schon um einiger kleiner ausfielen als im Landesinneren.

In den zahlreichen Clubs und Kneipen lässt sich dann noch sehr leicht die Nacht zum Tag machen. Diese Argentinische Bar weist die vorbeilaufenden Leute auf der kleinen schwarzen Tafel rechts freundlichst auf das folgende hin: „No tenemos Wi-fi, hablen entre ustedes“, was so viel heißt wie: Wir haben kein Wifi. Unterhaltet euch untereinander ;-) Wir statteten hingehen noch der vermeintlich besten Bar der Stadt, dem Havanna, einen Besuch ab. Erinnerungen an meinen letzjährigen Kubaurlaub wurden wach: Sehr guter Mojito, eine Liveband und ganz viel Salsa. Jedoch waren größtenteils nur Touristen auf der Tanzfläche zu finden, die eher mäßige Salsakenntnisse aufwiesen. Da musste wir uns nicht noch mit dazugesellen, sondern beobachteten lieber aus der Ferne das bunte Treiben.

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