Entspannen an der Karibikküste

Die letzten 3 Tage standen ganz im Zeichen der Entspannung. Nachdem wir von Sogamosa den Bus „Superrapido“ nach Bogota nahmen (der uns aber erneut nicht vor einem 1,5-stündigen Stau in der Kolumbianischen Hauptstadt bewahrte), flogen wir am Nachmittag nach Santa Marta. Die an der Karibikküste gelegene Stadt diente uns nur als Zwischenstopp. Da Samstagabend war, setzten wir uns in der Altstadt an den Plaza Santander, der allgemeine Treffpunkt für alle, die in Santa Marta sehen und gesehen werden wollen. Von dem ganzen Treiben habe ich leider kein Foto gemacht, da wir nur am Kopf schütteln waren, welche hohen Absätze, enge Klamotten und kurze Röcke die Kolumbianerinnen tragen, ganz egal welche Konfektionsgröße sie haben;-)

Am nächsten Tag fuhren wir mit dem lokalen Bus in Richtung Palomino (und damit zum Strand :-) ) und bekamen erstmal eine originelle Rapeinlage dargeboten. An irgendeiner Haltestelle stiegen zwei Teenager ein, die selbstgeschriebene Rapsongs zum Besten gaben. Ein Song war sogar komplett improvisiert und nahm nacheinander die Fahrgäste auf die Schippe. Das war mega lustig, nur leider verstanden wir nicht jeden Witz. In Palomino gönnten wir uns ein Doppelzimmer in einer traumhaft angelegten Hotelanlage. Palmen, ein großzüigiger Pool und Hütten, die nach den verschiedensten Ländern dieser Welt benannt waren. Wir residierten im Kongo und ließen die folgenden 3 Tage die Seele baumeln.

Naja, nicht ganz komplett. Am Folgetag ging ich mit einem Kolumbianischen Pärchen zum Tuben. Beim Tubing lässt man sich mit einem großen Reifen den Fluss hinunterschippern. Palomino ist dafür perfekt. Liegt es doch zwischen zwei Flüssen, die von der nahegelegenen Sierra Nevada de Santa Marta ins Meer fließen. Wir fuhren mit Mopeds über teils halsbrecherische Wege hinauf, wanderten 30 Minuten mit dem Reifen bepackt durch den Dschungel und stürzten uns daraufhin ins kühlende Nass. Circa zwei Stunden dauerte das gemächliche Treiben lassen über den Fluss, vorbei am Dschungeldickicht, allerlei Vögeln, den Fluss durchwatenden Kühen und Einheimischen, die am Fluss ihre Wäsche wuschen oder einfach nur entspannten. Am Ende landeten wir wieder am brausenden, wilden Meer, in dem man rund um Palomino aufgrund der starken Strömung leider nicht baden darf (dafür war ja der Pool da bzw. auch der Fluss).

Ansonsten machten wir ausgiebige Strandspaziergänge und staunten immer wieder, welch Backpacker- und Aussteigerhochburg Palomino ist. War es doch der erste Ort, an dem wir deutlich mehr Touristen als Einheimische zu Gesicht bekamen (bisher war die Zahl an ausländischen Touristen überall recht überschaubar).

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