Anstoßen auf den erfolgreichen Gosainkund Trek mit… Raksi

Die Kinder der Lodge beim Kricket spielen

Ein letztes Mal weckte mich der Wecker um 6.15 Uhr, ein letztes Mal die Wanderschuhe schnüren, um die letzte Etappe des Gosainkund Treks hinunter nach Timpu in Angriff zu nehmen. Zum „local breakfast“ bestehend aus Katroffelcurry mit Chapati beobachtete ich die Lodgekinder samt Nachbarskinder beim Kricket spielen. Bereits gestern hatten Benjamin und ich die Dorfjugend dabei beobachtet und selbt jetzt erschlossen sich mir die Spielregeln nur in bedingtem Maße. Zumindest braucht es für die Kinder nicht viel zu diesem Spiel. Ein kleiner Ball genügt, den Schläger und die übrigen benötigten Holzscheite suchten sie sich scheinbar im herumliegenden Feuerholz zusammen.

Benjamin, der Opa der Lodge und ich mit den  Khataks, die uns überreicht wurden

Kurz bevor wir aufbrachen, verabschiedete sich der Opa der Familie noch mit einer sehr netten Geste. Er hängte jedem von uns als Dankeschön einen weißen, seidenen Khatak um, der in Tibet normalerweise als Begrüßung dient. Dieser Schal soll Glück verheißen. Mit ihm nahmen wir die letzte Strecke in Angriff, die nochmal richtig Schweiß treibend werden sollte. Ich bereute es, keine kurzen Hosen angezogen zu haben, aber so war es nunmal. Der Wald lichtete sich und wir liefen mehr und mehr durch eine Bauernlandschaft mit vereinzelt stehenden Häusern und die rundherum angeordneten Feldern. Zum ersten Mal in Nepal sah ich sogar einen Sprenger, zwischen dem ich zur Abkühlung gern hin und her gesprungen wäre.

Das Schmelzwasser aus den Bergen bringt teilweise riesige Wasserfälle hervora

An den Hängen der Berge bildete das Schmelzwasser teils riesige Wasserfälle, die direkt ins Tal hinunter stürzten. Wir überquerten mehrfach den Fluss über kleine Fussgängerhängebrücken, die natürlich immer mit einer der bunten Gebetsfahnen versehen war. Nach 5 schweißtreibenden Stunden kamen wir endlich an unser Ziel Timpu.

Eine kostenlose Autowäsche mitten auf der Straße

Die Straße des Ortes wurde an einer Stelle durch das Wasser aus den Bergen so überspült, dass dieser Autofahrer gleich die Chance nutzte, um seinem Gefährt eine kostenlose Autowäsche zu verpassen. Kurze Zeit später erreichten wir unsere Lodge direkt am Fluss, in welchen Benjamin und ich nach dem Abstellen unseres Gepäcks direkt unsere Füsse zum Abkühlen baumeln ließen. Kurze Zeit später kamen Ramu und Schirin mit einer Flasche Raksi (der nepalesische Nationalschnaps meist aus Reis hergestellt), um gemeinsam auf die geschaffte Tour anzustoßen. Trotz der prallen Sonne, in der wir saßen, mussten wir nun unser Versprechen wahr machen, dass wir am letzten Tag gemeinsam diesen beliebten, alkoholreichen Schnaps trinken. In den Bergen hatten wir ihn zum Feierabend immer abgelehnt, um unsere Körper nicht noch mehr zu stressen (Ramu hingegen schien der Raksi-Genuss in den hohen Höhen rein gar nix auszumachen). Letztlich muss ich aber ehrlich gestehen, dass mir das eine Glas auch genügt hat;-)

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