Von Dorf zu Dorf am Frauentag/Laos

Ungewöhnlicher Hühnerstall in einem Bergdorf in Laos

Internationaler Frauentag in Laos: Frauen müssen an diesem Tag nicht arbeiten, die Kinder haben schulfrei und in jedem kleinen Kaff gibt es Parties zu Ehren des weiblichen Geschlechts. An Jule und mir wäre der Tag vermutlich beinahe unbemerkt vorüber gegangen, hätten wir für selbigen nicht eine Tagestour zu den verschiedensten Dörfern der Umgebung gebucht. Auf dem Programm standen die Ethnien der Lao (Flachlandbewohner), Khmu (Mittelgebirgsbewohner) und Hmong (Höhenlagen über 1000m), welche erstaunlich unterschiedliche Dorfstrukturen aufweisen. Dieser ungewöhnliche Hühnerstall gehört zu einem Khmu-Dorf, den Nachfahren der Khmer, die früher einmal von Kambodscha nach Laos kamen.

Schultafel einer laotischen Dorfschule

So verlassen wir der Hühnerstall bei den Khmu (die Hühner rannten im ganzen Dorf herum. Keine Ahnung, wie der Besitzer seine Tiere wieder findet), war an diesem Tag die Schule bei den Hmong. Die Kinder durften aufgrund des Frauentages zu Hause bleiben und hielten stattdessen von den Wohnhäusern aus neugierig nach der kleinen Touristengruppe (uns) Ausschau (Fotos dieser kleinen Rasselbande findet ihr hier). Die Schule fanden wir daher verschlossen vor und Fotos waren nur durch die größeren Ritzen und Gucklöcher möglich.

Ein Hängebauchschwein bei seinem Spaziergang durch das Dorf

Von einer Horde Touristen ließen sich die Hängebauchschweine in einem anderen Dorf wiederum ganz und gar nicht aus der Ruhe bringen. Sie liefen unter den Stelzenhäusern umher und ließen sich von uns sogar streicheln.

Im Gegensatz zu den Hängebauchschweinen sind die Hähne hier nicht frei

So viel Freiheit können die Hähne in den Dörfern nicht genießen. Sie sind im Gegensatz zu den Hängebauchschweinen meist angebunden. Besteht hier die Gefahr, dass sie auf einen Baum fliegen und von diesem nicht mehr runterkommen wollen?

Unser Mittagessen, angerichtet auf Palmenblättern

Um der Ursprünglichkeit der verschiedenen Dörfer gerecht zu werden, richtete unser Guide das Mittagessen am Straßenrand, mitten im Dschungel unter einer Bambusüberdachung an. Dafür besorgte er ein paar Palmblätter, welche als „Tischdecke“ fungierten und auf denen das am Morgen vorbereitete Essen serviert wurde. Gegessen wurde natürlich mit den Fingern ;-)

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