Ein Kochkurs in Chiang Mai/Thailand

Auf dem Markt um Zutaten zu kaufen

Komplett faul war ich in Chiang Mai dann doch nicht. Waehrend Jule im Dschungel mit Elefanten unterwegs war, absolvierte ich: einen Thai-Kochkurs. Wir waren gerade mal drei Teilnehmer (neben mir noch ein suedafrikanisches Paerchen), wodurch wir ganz viel Zeit hatten, unseren Kochlehrer zu loechern und selbst zu kochen. Nachdem wir die Gerichte ausgesucht hatten, die wir kochen wollten (pro Nase fuenf Gerichte!), ging es los zum Markt, um die benoetigten Zutaten zu kaufen. Hier sind wir gerade am Gemuesestand. Auf dem ersten Blick gleicht er einem gewoehnlichen Gemuesestand in Europa. Aber es gibt einige Unterschiede. Wer findet beispielsweise die Auberginen?

Bananenbluete zum Kochen

Und besonders interessant fand ich diese grosse Bluete hier. Die hatte ich unterwegs vom Bus aus schon an einigen Bananenstauden haengen sehen. Die Thais verwenden die Bananenbluete wie Gemuese zum Kochen. Schade, dass unter der Rezeptauswahl fuer den Kochkurs kein Gericht mit dabei war, welches diese Zutat beinhaltet.

Mit einem grossen Hackmesser wird alles kleingehaechselt

Nicht erschrecken. Mit dem Hackmesser habe ich nur das Gemuese klein geschnippelt. Anfangs war ich mit diesem grossen „Klopper“ ja etwas ueberfordert. Aber unser Kochlehrer meinte, man kann auch die kleinsten Dinge mit diesem Messer schneiden. Gesagt, getan. Selbst den Knoblauch hackte ich mit dieser Klinge raspelklein.

Die geschnittenen Zutaten kommen in kleine Schuesseln, bevor sie im Wok landen

Zu Beginn werden alle Zutaten klein geschnitten und in seperate Behaeltnisse getan. Denn steht man einmal am Wok, geht alles ganz schnell und zwischendrin noch Schnippeln geht nicht.

Haehnchenfleisch wird kleingestampft, um dann als Huehnchen-Mais-Nuggets zu enden

Ueberlebenswichtig in der thailaendischen Kueche ist ein Moerser. Dieser wird nicht nur benoetigt, um so eine Art Haehnchennuggets mit suessem Mais zu kochen. Dafuer muessen alle Zutaten ganz klein gestampft und vermengt werden. Dann ergibt sich ein dicker Brei, der loeffelweise in Fett ausgebraten wird. Vielmehr wird der Moerser fuer die Herstellung der in der Thai-Kueche ueberlebenswichtigen Currypaste benoetigt. Alle frischen Kraeuter und Gewuerze kommen in den Moerser und dann wird in regelrechter Schwerstarbeit alles kleingestossen. So kann man sich auch das Fitnessstudio ersparen ;-)

Die Fruehlingsrollen werden beim Kochkurs natuerlich auch frisch gerollt

Beim Kochkurs wird alles frisch hergestellt. So auch die Fruehlingsrollen, deren Inhalt erst im Wok angebraten und daraufhin in Roellchen „verpackt“ wird.

Haehnchen mit Gemuese in Suess-Sauer-Sauce

Wie oben schon angesprochen geht am Wok alles ganz schnell, weswegen ich von diesem Kochvorgang keine Bilder habe. Nur ein paar Worte dazu. Die Anweisungsabfolge von unserem Koch klangt immer so in der Art: Eine Minute das Fleisch braten lassen, Knoblauch und Zwiebeln untermengen, 10 Sekunden braten lassen, Kokosmilch, Austersauce, Sojasauce und Salz rein, daraufhin das Guemuese hinzufuegen, 3 min bei voller Hitze immer wieder wenden, fertig. Puh, so schnell kann der Kochvorgang vor sich gehen. Auf dem Bild seht ihr uebrigens sehr leckeres Huehnchen suess-sauer.

Haehnchen-Snacks mit suessem Mais, dekoriert mit einer Tomatenrose

Da das Auge ja bekanntlich mit isst, gab es zu unserem Kochkurs noch eine kleine Dekorationsschulung. Wir zauberten Rosen aus Tomaten und das zugehoerige Gruen aus Gurken und Salatblaettern. Angerichtet mit den angesprochenen „Haehnchen-Mais-Nuggets“ traut man sich gar nicht mehr, den Teller anzufassen. Das habe ich letztlich auch fast gar nicht gemacht. Nachdem ich schon die drei vorher gekochten Gerichte gegessen hatte, passte einfach nix mehr in meinen Magen rein. Am Ende des Kurses rollte ich mich zurueck in unser Hotel, bewaffnet mit den ueber gebliebenen Resten, die fuer Jule und mich noch bis zum Folgetag ausreichten.

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