Tag 32: von Ruse nach Veliko Tarnovo/Bulgarien

Kaum einer weiß, dass Veliko Tarnovo im Herzen Bulgariens in frühen Zeiten mal die Hauptstadt von Bulgarien war. Noch weniger Leute wissen, dass die ersten Siedlungsspuren auf dem Stadtgebiet bereits 14.000 Jahre alt sind. Auf diesen alten Spuren wandelten wir am heutigen Tage und entdeckten diese lustige Stuhl-Bank. Mit Sicherheit noch nichtmal annähernd so alt wie die umliegenden Mauern der Festung Zarewez, auf der wir uns bewegten, jedoch fragt man sich jetzt schon: Wer stützt hier eigentlich wen? Die "Sitzfestigkeit"der Bank haben wir dann lieber doch nicht getestet.

Hier jetzt noch ein Bild vom Eingangstor der Festung mit der auf dem Berg liegenden Kirche. Auf den Kirchturm kommt man übrigens mit einem Lift, in dem der "Liftboy" für die Touristen die Taste drückt. Mehr hat er nicht zu tun, höchstens noch Kreutzworträtsellösen in den Wartephasen ;-)

Plovdiv zeigt sich aber nicht nur mit den Bauwerken sehr traditionel. Auf den Straßen erblickt man schonmal eine Familie, repräsentiert von vier Generationen, wovon drei Generationen am Stricken sind. Es hätte mich nicht gewundert, wenn das Baby noch den Wollknäul gehalten hätte.

Am Abend saßen wir im Panoramarestaurant unseres Hotels, von welchem wir einen perfekten Blick auf die Festung genossen. Plötzlich sprang die Kellnerin wie wild auf, löschte das Licht und öffnete die Fenster. Sie meinte, dass heute wohl genügend Touristen für die Licht- und Klangshow bezahlt hätten, da diese genau in diesem Moment auf der Festung startete. Die mittelaterlichen Bauten schienen durch die verschiedenen Lichter förmlich zum Leben erweckt zu werden. Auf jeden Fall ein sehr netter Ausklang des Tages.

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