Tag 28: Buzau – Berca – Bukarest/Rumänien

Blubb, blubb, blubb, dass sind die einzigen Geräusche die man hört, wenn man die Schlammvulkane bei Berca besucht. An mehreren Stellen gibt es Löcher voller kaltem Schlamm, der ab und an mal aufblubbt und die graue Flüssigkeit über die Kante schwappen lässt. Hier ist ein besonders großer Blubb, der mich ca. 20 Fotos kostete, bevor ich ihn mal eingefangen hatte ;-)

Um erstmal zu den Vulkanen zu gelangen, wird man vom Bus an einer ziemlich einsamen Stelle mitten in der Walachei (ohne Scheiß, Berca liegt in der Region Walachei!) rausgelassen. Dort gibt es nur zwei kleine Häuschen, einen kleinen gepflasterten Weg den Berg hinauf und dieses aufschlussreiche Schild samt Bank. Mehr nicht. Selbst von Touristen oder anderweitig Neugierigen war keine Spur. Erst als wir den Berg wieder hinab stiegen begegneten Sonja und ich ein englisches Pärchen.

Schlammvulkane funktionieren quasi wie richtige Vulkane, nur dass der Schlamm kalt ist. So suchen sich auch die Schlammmassen einen Weg den Berg hinab. Beim Herumlaufen muss man wahnsinnig aufpassen, dass man nur in feste Schlammlava tritt. Ich war da nicht ganz so aufmerksam und steckte irgendwann mit meinen weißen (!) Schuhen in der grauen Sauce fest. Sonja hingegen schlitterte wie beim Schlittschuhlaufen über den frischen, aber nicht tiefen Schlamm. Hier hätte jedes Kind einen heiden Spaß und wir bereuten es, keine Gummistiefel an den Füssen getragen zu haben.

Die unmittelbare Umgebung der Vulkane präsentiert sich als wahre Mondlandschaft. Nicht so ein paar hundert Meter weiter. Dort erstreckt sich eine atemberaubende Landschaft, die mit seichten, ja regelrecht weichen Hügeln den Horizont bildet. Und manchmal wird dieser auch noch mit einer Baumreihe gekrönt, wie in diesem Bild.

Nach diesem Naturschauspiel fuhren wir auf direktem Wege nach Bukarest, wo Sonja und ich unseren vorerst letzten Abend verleben sollten. Dabei musste wir ziemlich über ein Geschäft schmunzeln, welches ausschließlich Produkte "Made in Germany" verkauft. Scheinbar sind sie so begeistert von der deutschen Qualität, dass sie im Freudentaumel gleich mal unsere Flagge verkehrt herum an die Fensterscheiben geklebt haben ;-)

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